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Sanierungsarbeiten im Musterhaus

Das bedeutet: Dieses Reihenhaus hat private Eigentümer, die es nach ihren Wünschen erneuern lassen und es der Öffentlichkeit zeigen. Auf die Idee gekommen ist das Sanierungsmanagement um Thorsten Försterling, der über ein soziales Netzwerk den Kontakt zu einem Sennestädter aufgenommen hat, der derzeit in Kanada arbeitet. Der Miele-Mitarbeiter suchte demnach einen Architekten für den Umbau seines Hauses in der Heimat, bevor er mit seiner Familie nach Bielefeld zurückkehrt. So übernahm Försterling die Koordination der Sanierung, dafür haben interessierte Sennestädter nun die Gelegenheit, sich vor Ort über die Möglichkeiten einer Sanierung zu informieren.

Unter der Regie von Bauleiterin Kerstin Uppenbrink wird das zweigeschossige Gebäude mit etwa 150 Quadratmetern Wohnfläche derzeit komplett umgekrempelt: Sämtliche Elektroleitungen werden erneuert, ebenso die Haustechnik. Eingebaut wird eine neue Heizungsanlage samt Solar-Kollektoren auf dem Dach. Neue Fenster mit Dreifachverglasung wurden eingesetzt, Dach und Außenwände werden gedämmt. Am Ende soll es einen Anstrich aus der Farbpalette der typischen Sennestadtfarben erhalten , in diesem Fall wird es grau gestrichen mit weißen Fensterumrandungen. Darüber hinaus werden Barrieren etwa im Eingangsbereich, in Bädern, am Balkon und an der Terrasse abgebaut.

Aus der Sicht von Thorsten Försterling und Bernhard Neugebauer soll das Haus ein Beispiel geben, wie ein Gebäude in Sennestadt angemessen und mit staatlicher Förderung saniert werden kann. "Viele fragen sich: ›Was mache ich zuerst? Was kann ich überhaupt tun, um mein Haus zu sanieren?", weiß Försterling. Ein Besuch im Musterhaus soll diese Fragen beantworten. Möglich ist das am Freitag, 18. März, in der Zeit von 16 bis 20 Uhr. Dann stehen unter anderem Vertreter aus dem Handwerk, das Sanierungsmanagement, die Sennestadt GmbH, das Bauamt, die Stadtwerke und die Wohnraumförderung für Informationen bereit.

Seit zwei Jahren hat Sennestadt ein eigenes Sanierungsmanagement. Bernhard Neugebauer zufolge ist das Projekt jetzt für weitere zwei Jahre verlängert worden. Für die Zukunft sucht die Sennestadt GmbH weitere Musterhäuser, die einen kleineren, rund 1000 Mal in Sennestadt gebauten Haustyp vertreten, gerne auch eine ganze Häuserreihe. Der gesamte Umbau des Musterhauses wurde dokumentiert. Diese Dokumentation kann später, auch nachdem das Haus nicht mehr

Quelle: Westfalen Blatt, 11.03.2016

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