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Musterbaustelle schließt mit Haus-Messe

Das Reihenhaus am Ostpreußenweg 20 ist eines von rund 1.800 grundsätzlich ähnlichen Häusern in der Kernstadt - vielleicht etwas größer als das ein oder andere, aber als Sanierungsvorbild für die übrigen gut geeignet. Rund 200 Quadratmeter ist es groß, davon etwa 150 Quadratmeter Wohnfläche, ein typisches Wohnhaus aus dem ebenfalls typischen Baujahr 1970. Der Besitzer und Bauherr, ein gebürtiger Sennestädter, der derzeit noch in Kanada weilt, möchte dort nach der Bauphase mit Ehefrau und Kind einziehen. "Wir wollten unsere Musterbaustelle nicht an einem theoretisches Objekt, sondern an einem realen Haus mit einem ganz normalen Eigentümer realisieren", erklärt Sanierungsmanager Thorsten Försterling.

Im November 2015 startete die musterhafte Sanierung. Mit ebenerdigen Zugängen durch Haus- und Terrassentür sowie auf dem Balkon, mit bodengleichen Duschen oder Türen, die sich nach außen öffnen, ist ein Höchstmaß an Barrierefreiheit erreicht worden.

Zweiter Aspekt war die energetische Sanierung: Fenster wurden ausgetauscht, vergrößert, verkleinert oder umgesetzt, die Rollläden werden noch gedämmt, um Wärmebrücken zu verhindern, von außen ist das gesamte Haus mit einer EPS-Wärmedämmung (18 Zentimeter breit) "eingepackt", auch das Dach ist gedämmt. Auf die Fassade kommt der typische Sennestädter Grobputz, der noch in einem Grauton, entsprechend der "Farben der Sennestadt" (www.sennestadt-farben.de), und abgesetzten weißen Fenstertaschen gestrichen wird.

Die Abfolge des Sanierungsfahrplans, der im Vorfeld auf die Bedürfnisse des neuen Besitzer zugeschnitten worden war, sei von den Besuchern der beiden "Baustelensprechstunden" als Erstes gefragt worden, berichtet Försterling - "nicht, was es kostet". Rund zwölf Personen seien jedes Mal gekommen, um sich von den Bauarbeiten vor Ort inspirieren zu lassen und sich praktische Eindrücke zu verschaffen.

Wer beide verpasst hat, der hat bei der "offenen Baustelle" am Ostpreußenweg 20, Freitag, 18. März, 16 bis 22 Uhr, eine letzte Gelegenheit. Bei der Hausmesse zum Abschluss des Projekts, das offiziell "die Zukunft des Reihenhauses" heißt, sind Handwerker, Sanierungsmanagement, Bauleitung, Bauamt, Stadtwerke, Sennestadt GmbH und Wohnraumförderung vertreten. Im Internet werden die einzelnen Um- und Ausbauschritte am Ostpreußenweg dokumentiert: www.sennestadt-musterbaustelle.de

 

Quelle: Neue Westfälische, 12.03.2016

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