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Lernendes Förderprogramm

Sanierungsmanager von Flensburg bis München diskutieren in der Sennestadt

Sennestadt. Alle sind sich einig: Das Sanierungsmanagement in der Sennestadt ist ein ambitioniertes Projekt. Um voneinander zu lernen und Erfahrungen austauschen, haben sich jetzt die Sanierungsmanager aus 25 Städten zwischen Flensburg und München im Stadtbezirk getroffen.


Die Begleitforschung zum KfW-Programm "Energetische Stadtsanierung" hatte gemeinsam mit der Sennestadt GmbH zum ersten "Netzwerktreffen Sanierungsmanagement" eingeladen. Hier ist Thorsten Försterling vom Architektenbüro Alberts zusammen mit Heike Böhmer vom Institut für Bauforschung seit einem Jahr dabei, mit einer Reihe von Aktivierungsstrategien die energetische Sanierung anzuschieben. Der Sennestädter Sanierungsmanager zeigte seinen Mitstreitern aus den anderen Städten zunächst bei einem Stadtrundgang sein Einsatzgebiet: Hochhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser prägen das Erscheinungsbild der Modellstadt, die nach dem Krieg am Reißbrett entstand. Die heute in die Jahre gekommen Gebäude in privater Hand sollen im Sinne des Stadtgründers Bernhard Reichow fit gemacht werden für das 21. Jahrhundert.


Expertenwissen zusammenzubringen und sich über Erfahrungen auszutauschen, das war das Ziel des Treffens, sagte Wolfgang Neusser vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Dabei sei die Sennestadt, in der zahlreiche aufeinander abgestimmte Klimaschutzziele verfolgt werden, als eines der ersten und größten Sanierungsquartiere besonders interessant, meinte Beate Glöckner vom Umweltbundesministerium. Besonders erfreut über den Austausch war Kay Pöhler von der KfW-Bankengruppe, da es sich hier um ein "lernendes Förderprogramm" handele.

Kirsten Klehn von der Begleitforschung resümierte, dass das Treffen in Sennestadt aus Sicht der Teilnehmer "sehr erkenntnisreich und fruchtbar" gewesen sei. Der fachliche Austausch werde "auf jeden Fall" fortgesetzt.

 

Quelle: Neue Westfälische

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