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Das Image wandelt sich

Viel Lob und Begeisterung für Sennestadt bei Veranstaltung des Bündnisses für Baukultur


Sennestadt (jgl). Viel Bestätigung und auch ein wenig Euphorie nimmt Bernhard Neugebauer von der Sennestadt GmbH vom Treffen des Bündnisses für Baukultur in Westfalen mit. "Die organische Stadtlandschaft ist das Besondere, und diese Struktur sollten wir uns auch beibehalten", sagt er und fügt hinzu: "So, wie?s ist, ist es super gedacht."


Dass die Tagung des Bündnisses in Sennestadt stattfindet, sei kein Zufall, erzählt der Architekt Johann Dieckmann, der Gründungsmitglied der Vereinigung ist. Die hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für Baukultur zu fördern. "Sennestadt ist ein herausragendes Beispiel, aus dem viele Anregungen auch in andere Kommunen und Städte getragen werden können", betont er.


Alle Beteiligten unterstreichen den Modellcharakter der Sennestadt, die die Besonderheit ihrer Nachkriegsarchitektur in allen Stadtumbau-Prozessen zu erhalten strebt. "Sie war schon immer ihrer Zeit voraus", sagt Dieckmann über Reichows Schöpfung und meint damit auch, dass heute wie damals das Schaffen von Räumen eine große Rolle spielt.

 

Den lokal-architektonischen Rahmen bekommen die Mitglieder des Bündnisses bei einem Stadtrundgang. Einen Überblick schafft das Modell im Archiv unter der Stadtteilbibliothek, unterstrichen von den Erklärungen des Sennestädter Architekten Peter Holst, der besondere Erfahrungen mitbringen kann: War er doch am Aufbau der Sennestadt selbst beteiligt. "Das lässt einen dann den Geist der 50er Jahre nachvollziehen", sagt Martin Bredenbeck (Bund für Heimat und Umwelt), der eine Einführung in die Nachkriegsarchitektur gibt. Ihm ist es wichtig, dass bei Modernisierungen der historische Charakter eines Ortes nicht verloren geht. Der Geist der 50er Jahre, das Gemeinschaftsgefühl, das beim Entstehungsprozess vorhanden war und nun beim Stadtumbau wieder angeregt werden soll, spielt ebenfalls eine große Rolle in den Gedanken der Teilnehmer.

 

Die einst als eigenes System gebaute Sennestadt hat es mit ihrem Ansehen als Stadtbezirk am Rand von Bielefeld nicht immer leicht. Doch Sven Dodenhoff vom städtischen Bauamt sieht Veränderungen. "Das Image wandelt sich", sagt er und unterstreicht: "Sennestadt ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Bielefeld und hat unsere bleibende Aufmerksamkeit."

 

Quelle: Neue Westfälische

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